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Verarbeitung

Schmelzespinnen polymerer Fasern

Ansprechpartner

 

M.Sc. Franz Lanyi

 

Tel.: +49 9131/85-27749

Fax: +49 (0) 9131 85 - 28321

Mail: franz.lanyi@fau.de

Raum: 1.92

Die Mehrzahl der kommerziell erhältlichen Vliesstoffe oder Textilen wird heute aus polymeren Fasern hergestellt. Dabei wird die Polymerschmelze durch eine oder mehrere Spinndüse(n) (Durchmesser: 0.2 - 2 mm) gedrückt und anschließend mechanisch verstreckt. Während des Verstreckvorgangs werden die Fasern mit sogenannter Sekundärluft angeblasen, um einen definierten Abkühlvorgang gewährleisten zu können. Die wichtigsten Polymere für die Faserproduktion sind Polyethylenterephthalat (PET), Polypropylen (PP) und Polyamid (PA).

 

In der industriellen Praxis treten ab einem kritischen Abzugsverhältnis häufig Instabilitäten auf, die zum Fadenabriss und damit zu Produktionsstörungen führen können. Deshalb wird im Rahmen dieses Forschungsprojekts der Einfluss des molekularen Aufbaus der Polymere (Molmasse, Molmassenverteilung, Verzweigungstopographie, etc.) auf die Spinnbarkeit und insbesondere auf das kritische Abzugsverhältnis untersucht. Ziel dabei ist es, durch Mischen kommerziell erhältlicher Polymere das kritische Abzugsverhältnis zu Erhöhen und dadurch die Produktivität des industriellen Faserspinnprozesses zu steigern. Im Besonderen soll in Verbindung mit der molekularen und rheologischen Charakterisierung sowie der modellhaften Beschreibung der Fließinstabilitäten ein tieferes Verständnis über den Zusammenhang zwischen molekularem Aufbau, Prozessbedingungen und Endprodukteigenschaften erarbeiten werden.